PADMA LAX bei Verstopfung und Blähungen

  • Akute Verstopfung
  • Blähungen

Padma Lax ist seit 1970 in der Schweiz als Arzneimittel zugelassen und ist ein nach den Prinzipien der Tibetischen Medizin in der Schweiz hergestelltes Abführmittel. Es beinhaltet zwölf Kräuter und drei Mineralien. PADMA LAX kann kurzfristig (1-2 Wochen) oder auf Reisen bei einer akuten Verstopfung eingesetzt werden. Diese kann durch eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr, ungünstiges oder ungewohntes Essen, Stress oder Bewegungsmangel (Bettruhe) verursacht werden.

Weiter kann PADMA LAX bei Erkrankungen und Umständen angewendet werden, die eine leichte Darmentleerung erfordern (z.B. bei einem Hämorrhoidalleiden). Die Rezeptur besitzt eine milde (1 Tablette täglich) bis stärkere (2 Tabletten täglich) abführende Wirkung. Diese tritt verzögert, in der Regel nach ca. 8 Stunden, ein. Zusätzlich werden die Verdauungsfunktionen im gesamten Verdauungstrakt angeregt und Blähungen vermindert.

Kräuter aus der Mischung von Padma Lax

 

Rhabarber - ist Bestandteil von Padma Lax

PADMA LAX ist in der Schweiz in einer Packung à 20 Tabletten rezeptfrei in Apotheken und Drogerien erhältlich.

Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin beraten.
Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.

Patienteninformation PADMA LAX
Fachinformation PADMA LAX

Zusammensetzung

Gemäss den Prinzipien der Tibetischen Medizin besteht das Vielstoffgemisch PADMA LAX aus Haupt- und Nebenkomponenten. Die einzelnen Bestandteile sind in der Mischung niedrig dosiert und erzielen ihre therapeutische Wirkung auf eine sich gegenseitig ergänzende und verstärkende Weise.

Die wertvollen Heilpflanzen und Mineralien in PADMA LAX werden in der Literatur mit folgenden Wirkungen beschrieben:

  • 1,8-Dihydroxyanthracenderivat-haltige Pflanzen (Aloe Trockenextrakt, Faulbaumrinde, Cascararinde, und Rhabarberwurzel): Sie haben einen abführenden Effekt, der durch zwei Mechanismen zustande kommt. Einerseits beeinflussen sie die Dickdarmbewegung (Peristaltik) und andererseits stimulieren sie die aktive Sekretion von Chloridionen ins Darmlumen, was den Wasseranteil im Darminhalt erhöht. Dies führt zu einer schnelleren Darmpassage und zu einem weicheren Stuhl.
  • Bitterstoffe enthaltende Kräuter und Samen (Colombowurzel, Condurangorinde, Enzianwurzel, Alantwurzel, Brechnusssamen): Die Bitterstoffe stimulieren die Ausschüttung von Magensäften, unterstützen die Verdauungsvorgänge im Magen sowie im Dünndarm und stimulieren die Leber.
  • Ätherische Öle enthaltende Pflanzen (Ingwerwurzel, Langer Pfeffer): Sie wirken krampflösend (spasmolytisch) und gegen Blähungen (carminativ).
  • Natriumsulfat: Zieht Wasser an und wirkt so als osmotisches Abführmittel.

1 Tablette enthält: Aloetrockenextrakt 12,5 mg, eingestellt auf 2,4–2,6 mg Hydroxyanthracenderivate (Auszugsmittel: Wasser) sowie das Pulver aus Alantwurzel 35 mg, Brechnusssamen 1,75 mg, Cascararinde 52,5 mg, Colombowurzel 10 mg, Enzianwurzel 35 mg, Faulbaumrinde 52,5 mg, Ingwerwurzel 70 mg, Kondurangorinde 10 mg, Langer Pfeffer 3,5 mg, Myrobalanenfrucht 35 mg, Natriumhydrogencarbonat 15 mg, wasserfreies Natriumsulfat 35 mg, Rhabarberwurzel 70 mg und Weisser Ton 25 mg. Das Präparat enthält zusätzlich Hilfsstoffe.

 

Dosierung

Erwachsene nehmen vor dem Schlafengehen oder ca. 1 Stunde vor dem Frühstück 1 bis 2 Tabletten mit genügend Flüssigkeit (min. 1 grosses Glas warmes Wasser) ein.

Kinder ab 12 Jahren nehmen 1 Tablette ein. Kindern unter 12 Jahren soll Padma Lax nur auf Verschreibung der Ärztin verabreicht werden.

Die abführende Wirkung ist mild (1 Tablette) bis stärker (2 Tabletten) und tritt verzögert, in der Regel nach 8 Stunden, ein. Daher wird die Einnahme am Abend empfohlen.

Hinweis für Allergiker

PADMA LAX enthält keine Laktose und ist glutenfrei. 1 Tablette enthält rund 0,09 g verfügbare Kohlenhydrate und ist daher für Diabetiker geeignet.

Packung Padma Lax à 20 Tabletten

Wissenswertes zu

Verstopfung (Obstipation)

Eine akute Verstopfung ist nicht unbedingt durch die Häufigkeit des Stuhlgangs definiert. Als normal gilt eine Stuhlfrequenz von dreimal täglich bis dreimal pro Woche. Von einer Obstipation spricht man, wenn der Stuhlgang seltener als dreimal pro Woche auftritt und die Darmentleerung erschwert ist. Weiter wird eine Verstopfung durch harten Stuhl, Schmerzen beim Stuhlgang, Spannungsgefühle im Beckenbereich und einen geblähten Bauch gekennzeichnet.

Meist ist die verringerte Stuhlfrequenz eine Folge von einer ballaststoffarmen Ernährung, einer zu kleinen Trinkmenge oder von Bewegungsmangel. Bei älteren Menschen kommen oft alle Faktoren zusammen. Bei einer chronischen Verstopfung (z.B. bei obstipationsdominantem Reizdarmsyndrom) sollten Abführmittel nicht länger als 14 Tage ohne Verschreibung eingesetzt werden, da eine Langzeitbehandlung nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen darf.

Tipps bei einer Verstopfung

Folgende Massnahmen können einer akuten Verstopfung entgegenwirken oder vorbeugen. Die Nahrung sollte gut gekaut werden. Das führt zu einer Anregung des Speichelflusses und sämtlicher Verdauungssäfte. Diese positive Wirkung auf die Verdauung kann durch Bitterstoffe, wie sie in PADMA LAX oder in der Nahrung (z.B. in Chicoree, Radieschen) vorkommen, verstärkt werden. Zudem sollte die Ernährung reich an  Ballaststoffen (Gemüse, Früchte, Vollkornprodukte) sein.

Weiter kann die Verdauung und die Darmmotorik durch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und körperliche Aktivität unterstützt werden, z.B. durch Rumpfübungen und Beckenbodentraining, aber auch Treppensteigen, Spazieren, Schwimmen oder Radfahren regen die Darmtätigkeit an. Bauchmassagen (leichtes Streichen im Uhrzeigersinn um den Nabel herum) können bei Druckgefühlen und Blähungen Erleichterung bringen.